LinkedIn Employee Advocacy: B2B-Pipeline mit KI

Autor
B2B-Vertriebs- & KI-Experte
DATUM
July 7, 2026
KATEGORIE
LinkedIn employee advocacy
LESEDAUER
13min
LinkedIn Employee Advocacy: B2B-Pipeline mit KI

Was ist LinkedIn Employee Advocacy – und warum ist es mehr als Employer Branding?

Kurz gesagt: LinkedIn Employee Advocacy ist ein strukturiertes Programm, in dem Mitarbeitende freiwillig fachliche Inhalte über ihre persönlichen LinkedIn-Profile teilen, um organische Reichweite aufzubauen, Expertise zu stärken und qualifizierte B2B-Leads zu generieren. 94,9 % der B2B-Unternehmen im DACH-Raum nutzen LinkedIn bereits – doch nur ein Bruchteil aktiviert das Netzwerk der eigenen Mitarbeitenden systematisch für die Sales-Pipeline.

LinkedIn Employee Advocacy ist damit keine HR-Maßnahme, sondern ein Vertriebsinstrument. Das Ziel ist nicht Sichtbarkeit als Selbstzweck, sondern qualifizierte Meetings und messbare Pipeline-Beiträge.

Employee Advocacy, Corporate Influencer, Social Selling: Wo liegt der Unterschied?

Die drei Begriffe kursieren oft synonym – sie beschreiben jedoch strukturell verschiedene Ansätze. Eine klare Abgrenzung verhindert, dass Programme falsch priorisiert werden.

Employer Branding
Zielt auf Talentgewinnung und Arbeitgeberwahrnehmung. Erfolg wird an Bewerberzahlen und Arbeitgeberbewertungen gemessen – nicht an Umsatz.
Corporate Influencer
Bezeichnet einzelne Mitarbeitende mit expliziter Markenbotschafter-Rolle, oft im Management. Reichweitenstark, aber kaum skalierbar.
LinkedIn Employee Advocacy
Das programmgesteuerte, skalierbare Gegenstück: mehrere Mitarbeitende aus verschiedenen Abteilungen teilen systematisch kuratierten und eigenen Content – mit Vertriebsziel und messbaren Pipeline-KPIs.

Vida Mollas, Senior Research Manager am The B2B Institute (LinkedIn), beschreibt die strukturelle Lücke, die Advocacy schließt:

„Employees have like five to ten x times the connections that a company page has followers. And there's a huge gap, right? There's roughly only three percent of employees are posting company relevant information." Vida Mollas, Senior Research Manager, The B2B Institute

Genau dieses Potenzial bleibt in den meisten DACH-Unternehmen ungenutzt. 94,9 % der befragten B2B-Unternehmen sind auf LinkedIn aktiv (B2B Social Media Studie 2024/25, Ovation Magazin) – doch die Plattformpräsenz liegt fast ausschließlich auf der Unternehmensseite, nicht auf den Profilen der Mitarbeitenden.

Der entscheidende Schwenk: Advocacy als Pipeline-Instrument zu verstehen, nicht als Kommunikationsmaßnahme. Dieser Fokus trennt einen systematischen Ansatz von 90 % der Wettbewerber, die Employee Advocacy als Employer-Branding-Anhang behandeln.

Wer Thought Leadership und Social Selling auf Mitarbeiterebene operationalisieren will, braucht dafür eine klare Content-Strategie – wie wir sie in unserem Beitrag zu KI-gestützten LinkedIn-Post-Strategien für B2B beschreiben.

Wie sich dieser Vertriebseffekt konkret messen lässt – und welche KPIs wirklich zählen – zeigt der nächste Abschnitt.

Von HR-Metrik zu Pipeline-KPI: So messen Sie den echten Vertriebseffekt

Ein LinkedIn-Employee-Advocacy-Programm ist vertrieblich messbar, wenn vier Kern-KPIs getrackt werden: Beteiligungsquote der Mitarbeitenden, Engagement-Rate (Likes, Kommentare, Shares), LinkedIn-generierter Website-Traffic via UTM-Parameter und Anzahl qualifizierter Leads aus Mitarbeiterprofilen.

Die vier Kern-KPIs, die aus Reichweite echten Umsatz machen

  1. Beteiligungsquote der Mitarbeitenden: Misst, wie viele Personen aktiv posten — nicht nur eingeladen wurden. Eine sinkende Quote signalisiert fehlende Enablement-Strukturen, bevor die Pipeline-Wirkung spürbar nachlässt.
  2. Engagement-Rate (Likes, Kommentare, Shares): Kommentare und Shares wiegen schwerer als Likes, weil sie algorithmisch mehr Reichweite erzeugen und echtes Interesse des Zielpublikums belegen.
  3. LinkedIn-generierter Website-Traffic via UTM-Tracking: Kampagnenspezifische UTM-Parameter in jedem geteilten Link machen den Weg vom Post zur Landingpage sichtbar — und damit die Attribution im CRM überhaupt erst möglich.
  4. Anzahl qualifizierter Leads aus Mitarbeiterprofilen: Die entscheidende B2B-Leadgenerierungs-KPI: Wie viele Kontakte, die über ein Mitarbeiterprofil eintrafen, haben eine Sales-Pipeline-Aktivität ausgelöst?

Bradley Keenan, CEO und Gründer von DSMN8 (Employee-Advocacy-Softwareanbieter), beschreibt den Präzisionsvorteil von Mitarbeiterprofilen gegenüber Paid-Kampagnen:

„If I do it through LinkedIn ads, I'm going to be displaying ads to people who work in the field marketing team. So actually I can get far more specific providing that my employees are doing it." Bradley Keenan, CEO and Founder, DSMN8

CRM-Verknüpfung und Attribution: Wie LinkedIn-Aktivität zur Opportunity wird

UTM-Tracking ist die technische Brücke zwischen LinkedIn-Post und CRM-Eintrag. Jeder Advocacy-Beitrag erhält einen kampagnenspezifischen UTM-Link — zum Beispiel utm_source=linkedin&utm_medium=employee_advocacy&utm_campaign=q2_2025. So ordnet das CRM eingehenden Traffic exakt einer Mitarbeiter-Advocacy-Kampagne zu.

Ein Lead wird zur qualifizierten Opportunity, sobald er ein definiertes Schwellenwert-Verhalten zeigt: etwa eine Demo-Anfrage, ein Whitepaper-Download oder eine direkte Kontaktaufnahme über ein Mitarbeiterprofil. Ohne diese Kette bleibt der Ursprung eines Leads unsichtbar — Attribution scheitert.

Techtag bringt den Grundsatz prägnant auf den Punkt: „Ohne Messung kein Beweis, ohne Beweis kein Budget."

Als realistische Benchmarks für DACH-B2B-Teams nennt Techtag 20 % mehr Website-Traffic über LinkedIn innerhalb von drei Monaten sowie fünf qualifizierte Anfragen pro Quartal über Mitarbeiterprofile — keine Garantien, aber erreichbare Orientierungsgrößen für den Programmstart mit Employee Advocacy Software.

KI-gestützte Content-Automatisierung: Skalierbar, authentisch und compliance-sicher

KI-Automatisierung skaliert die Content-Produktion für LinkedIn Employee Advocacy erheblich – aber nur mit dem richtigen Workflow schützt sie Glaubwürdigkeit und Compliance gleichzeitig. Wer diesen Workflow überspringt, riskiert das Gegenteil von Thought Leadership: uniforme Massenposts, die Vertrauen vernichten statt aufzubauen.

Warum identische Posts die Glaubwürdigkeit zerstören

DSMN8 (Employee-Advocacy-Softwareanbieter) warnt ausdrücklich: Wenn alle Mitarbeitenden denselben Text teilen, wirkt das koordiniert – aber nicht authentisch. Das Ergebnis ist algorithmische Abstrafung und Glaubwürdigkeitsverlust beim Zielpublikum.

Die Lösung liegt in variantenreicher Produktion. Pro Content-Stück empfiehlt sich ein Pool aus 3–5 Caption-Varianten und 2–3 Bild-Alternativen. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter wählt die Version, die zur eigenen Stimme und Funktion passt. So entsteht organisch wirkende Streuung – obwohl der Ausgangsentwurf maschinell generiert wurde.

Dieser Ansatz zahlt direkt auf die Paid-Seite ein: RJ Antos (LinkedIn-Ads-Spezialist für den DACH-Markt) dokumentiert, dass Document Ads und Thought Leadership Ads von persönlichen Profilen im DACH-Raum überdurchschnittlich qualitativ hochwertige Pipeline erzeugen – vorausgesetzt, der Content wirkt authentisch und nicht templategeneriert.

Human-in-the-Loop: Der Pflichtschritt vor jedem Publish

Michelle J Raymond (LinkedIn-B2B-Strategistin) benennt die strukturelle Schwachstelle vieler Advocacy-Programme:

„B2B brands, you don’t have a reach problem, you’ve got a credibility gap.“ Michelle J Raymond, LinkedIn B2B Strategist

KI schließt keine Glaubwürdigkeitslücke – Menschen tun es. Deshalb ist Human-in-the-Loop kein optionaler Qualitätsschritt, sondern strukturell notwendig. DSMN8 empfiehlt explizit, jeden KI-generierten Entwurf auf Fakten, Ton, Sprache und Lesbarkeit zu prüfen – und KI-Content-Detektoren in den Review-Prozess zu integrieren, um maschinell klingende Formulierungen zu identifizieren, bevor sie über persönliche Mitarbeiterprofile erscheinen.

Für Teams, die diesen Prozess operationalisieren wollen, beschreiben wir das Gesamtsystem in unserem Beitrag zu KI-gestützter Social-Media-Automatisierung für B2B-Teams.

Der empfohlene Workflow in fünf Schritten:

  1. KI-Draft erstellen: KI generiert einen Rohentwurf auf Basis des Content-Briefings – thematisch klar, aber noch nicht publish-ready.
  2. Varianten generieren: Aus dem Draft entstehen 3–5 Caption-Varianten und 2–3 Bild-Alternativen für unterschiedliche Stimmen und Funktionen.
  3. Redaktionsfreigabe: Eine interne oder externe Redaktion prüft Fakten, Ton und Lesbarkeit – KI-Content-Detektoren identifizieren maschinell klingende Passagen zur Nachbearbeitung.
  4. Mitarbeitende wählen: Jede Person wählt die Variante, die zu ihrer individuellen Sprache und Perspektive passt – Autonomie stärkt Authentizität.
  5. Publish und Tracking: Der Beitrag geht mit kampagnenspezifischem UTM-Parameter online – die Pipeline-Attribution im CRM bleibt lückenlos.

Employee Advocacy vs. spezialisierte Software vs. einfacher Content-Hub: Was braucht Ihr Team wirklich?

Die Tool-Wahl hängt nicht vom Funktionsumfang einer Plattform ab, sondern von Teamgröße, Budget, CRM-Anforderungen und Ihrem Messbarkeitsanspruch. Für Teams unter 20 Personen reicht in den meisten Fällen ein interner Kanal wie Slack oder Microsoft Teams mit wöchentlichem Content-Vorschlag aus – spezialisierte Employee Advocacy Software ist dann nicht zwingend notwendig.

Drei Ansätze im direkten Vergleich

Kriterium Dedizierte Plattform (z. B. Haiilo, DSMN8) Interner Prozess / Content-Hub (Slack/Teams + Vorlagen) Hybrides Setup
Teamgröße (Richtwert) ab 20–30 aktive Advocate bis 20 Personen 10–50 Personen
Typisches Monatsbudget ab ca. 500–2.000 € / Monat (Lizenz) 0–200 € (Vorlagen, Hosting) 200–1.000 € (Content-Hub) + LinkedIn-Ads-Budget
CRM-Integration Ja (nativ oder API) Nein / manuell via UTM Begrenzt (UTM + manuell)
Messbarkeit / Analytics Echtzeit: Reichweite, Click-Through-Rate, Top-Performer Begrenzt (UTM-Parameter, manuelle Auswertung) Mittel (UTM + LinkedIn Ads Manager)
Compliance-Workflow Ja (integriert, freigabefähig) Nein / informell Begrenzt (manueller Review-Prozess)
Skalierbarkeit Hoch Niedrig Mittel
Empfohlener Einsatz Advocacy als Sales-Pipeline-KPI mit direkter CRM-Attribution Programmeinstieg, Pilotphase mit 5–10 Personen Pragmatischer Einstieg für DACH-Mittelstand mit LinkedIn Ads (Document Ads, Thought Leadership Ads)

Welcher Ansatz passt zu welcher Teamgröße und welchem Budget?

Moderne Employee-Advocacy-Plattformen wie Haiilo machen Content-Sharing markenkonform und messbar — mit Echtzeit-Analytics zu Reichweite, Click-Through-Rate und Top-Performern sowie nativen CRM- und Kommunikationsplattform-Integrationen. Dieser Funktionsumfang ist entscheidend, sobald Advocacy direkt auf Sales-Pipeline-KPIs einzahlen soll.

Der strukturelle Vorteil gegenüber klassischen LinkedIn-Ads bleibt dabei derselbe, den Bradley Keenan oben beschreibt: Über die Profile der eigenen Mitarbeitenden erreichen Sie Ihre Zielpersonen deutlich präziser als über bezahlte Kampagnen.

Für den DACH-Mittelstand ist das hybride Setup oft der pragmatischste Einstieg: Ein schlanker interner Content-Hub übernimmt die Content-Verteilung; gezielte LinkedIn Ads – insbesondere Document Ads und Thought Leadership Ads – verstärken die organische Reichweite selektiv. Wer diesen Ansatz mit KI-gestützter Vertriebsautomatisierung im B2B verbindet, gewinnt zusätzliche Hebelwirkung auf die Pipeline.

Unabhängig vom gewählten Ansatz gilt: UTM-Tracking und CRM-Anbindung müssen von Tag 1 an konfiguriert sein. Ohne diese Infrastruktur bleibt der Pipeline-Beitrag Ihres Advocacy-Programms unsichtbar – und ohne Beweis kein Budget für den nächsten Ausbauschritt.

Ihr 90-Tage-Startplan: Employee Advocacy Schritt für Schritt aufbauen

In 90 Tagen entwickeln Sie LinkedIn Employee Advocacy vom Konzept zur messbaren B2B-Leadgenerierungs-Praxis – strukturiert in drei Phasen: Pilotstart, Routine und Skalierungsentscheidung.

  1. Phase 1 (Tag 1–30): Pilotgruppe aufsetzen und erste Posts veröffentlichen

    • Pilotgruppe rekrutieren: 5–10 freiwillige Personen aus 3–5 unterschiedlichen Abteilungen gewinnen – Vielfalt erzeugt schneller valide Ergebnisse als eine homogene Gruppe (Techtag, „Employee Advocacy im Mittelstand").
    • Grundroutine einführen: Pro Person gilt ab Tag 1: 3× wöchentlich je 10 Minuten für Kommentare und Interaktion auf LinkedIn – plus 1 eigener Beitrag alle 2–4 Wochen (ca. 20 Minuten Aufwand).
    • Tracking einrichten: UTM-Parameter für alle geteilten Links konfigurieren und CRM-Anbindung vor dem ersten Publish sicherstellen – sonst bleibt der Pipeline-Beitrag unsichtbar.
    • Erste Posts veröffentlichen: Für die KI-gestützte Erstellung der Einstiegs-Inhalte empfehlen wir unseren Beitrag zu KI-gestützten LinkedIn-Post-Strategien für B2B als operative Grundlage.
  2. Phase 2 (Tag 31–60): Content-Routine festigen und 60/40-Mix etablieren

    • 60/40-Content-Mix als operativen Standard einführen: 60 % Branchen-Insights und Fachcontent, 40 % Unternehmens-Content – der DSMN8 Benchmark Report 2025 beziffert dieses Verhältnis als das mit der höchsten Mitarbeiterbeteiligung.
    • Corporate-Influencer-Rollen identifizieren: Wer aus der Pilotgruppe zeigt besonders hohe Engagement-Raten? Diese Personen sind Kandidaten für eine stärkere Social-Selling-Rolle im weiteren Programmverlauf.
    • Wöchentliches Kurzfeedback etablieren: 15-Minuten-Check-in mit der Gruppe – Was funktioniert? Welche Varianten performen in der DACH-Region besonders stark? Dieses qualitative Signal ergänzt die quantitativen KPIs.
  3. Phase 3 (Tag 61–90): Auswertung, Skalierungsentscheidung und nächste Schritte

    • Vier Kern-KPIs auswerten: Beteiligungsquote, Engagement-Rate (Likes, Kommentare, Shares), LinkedIn-generierter Website-Traffic via UTM und Anzahl qualifizierter Leads aus Mitarbeiterprofilen.
    • Ergebnisse gegen Erstziele spiegeln: Realistische Orientierungsgrößen sind 20 % mehr Website-Traffic über LinkedIn sowie 5 qualifizierte Anfragen pro Quartal über Mitarbeiterprofile (Techtag, „Employee Advocacy im Mittelstand").
    • Skalierungsentscheidung treffen: Wurden mindestens zwei der vier KPIs erreicht, ist die Basis für eine Ausweitung auf weitere Mitarbeitende und – je nach Teamgröße – den Einstieg in eine dedizierte Employee Advocacy Software gegeben.

Vida Mollas, Senior Research Manager am The B2B Institute (LinkedIn), benennt die menschliche Dimension hinter jedem dieser Schritte:

„People ultimately buy from people. [...] They don’t buy from company pages alone. There needs to be people that are in the mix.“ Vida Mollas, Senior Research Manager, The B2B Institute

Der 90-Tage-Plan liefert genau das: Menschen in den Mix bringen – strukturiert, messbar und skalierbar.

Jetzt konkret starten: Was CegTec-Kunden in den ersten 30 Tagen umsetzen

Unsere CegTec-Kunden generieren erste messbare Pipeline-Signale aus LinkedIn Employee Advocacy innerhalb von 30 Tagen – mit einer Pilotgruppe von 3–5 Personen, einem klaren Tracking-Setup und einer Wochenroutine, die keinem Vollzeiteinsatz erfordert.

  1. Schritt 1: Pilotgruppe aus 3–5 Freiwilligen definieren und onboarden

    Woche 1: Wir empfehlen 3–5 freiwillige Personen aus unterschiedlichen Abteilungen – Vertrieb, Marketing, Produktentwicklung. Heterogene Profile erzeugen schneller valide Ergebnisse als eine homogene Gruppe, weil verschiedene Zielgruppen gleichzeitig angesprochen werden.

    Parallel richten wir in Woche 1 das UTM-Tracking und ein CRM-Tagging-Schema ein. Jeder LinkedIn-Lead muss einem Mitarbeiterprofil zuordenbar sein – sonst bleibt der Pipeline-Beitrag unsichtbar. Wie es bei uns intern heißt: „Ohne Messung kein Beweis, ohne Beweis kein Budget."

  2. Schritt 2: Content-System aktivieren – 60/40-Mix und Wochenroutine einrichten

    Woche 2–3: Wir etablieren einen Content-Mix aus 60 % Branchen-Insights und Fach-Content sowie 40 % Unternehmens-Content – dieses Verhältnis erzielt laut Techtag und dem DSMN8 Benchmark Report 2025 die höchste Mitarbeiterbeteiligung.

    Der empfohlene Zeitaufwand pro Person: 3 × 10 Minuten pro Woche für Kommentare und Interaktion, plus ein eigener Beitrag alle 2–4 Wochen (ca. 20 Minuten). Das ist für jedes B2B-Team im DACH-Raum realistisch – ohne Kapazitätsproblem.

    Michelle J Raymond benennt den entscheidenden Hebel hinter diesem Ansatz: die oben zitierte Glaubwürdigkeitslücke. Genau diese schließt ein konsequenter 60/40-Mix – weil echter Fachcontent von echten Personen Vertrauen aufbaut, das keine Unternehmensseite ersetzen kann.

  3. Schritt 3: Erste Pipeline-Signale messen und nächsten Schritt buchen

    Woche 4: Wir messen die vier Kern-KPIs: Beteiligungsquote, Engagement-Rate, LinkedIn-generierter Website-Traffic via UTM und qualifizierte Leads aus Mitarbeiterprofilen. Als Orientierungsgrößen für den Start gelten 20 % mehr LinkedIn-Traffic auf einer Zielseite oder 2–3 qualifizierte Anfragen aus Mitarbeiterprofilen – kleine, erreichbare Ziele, die intern Momentum erzeugen.

    Wurden mindestens zwei dieser Ziele erreicht, ist die Grundlage für eine Skalierung gelegt: mehr Advocates, dedizierte Software, breitere Kampagnen.

Was unsere Kunden in 30 Tagen konkret umsetzen, auf einen Blick:

  • 3–5 freiwillige Personen aus verschiedenen Abteilungen rekrutieren
  • UTM-Tracking und CRM-Tagging ab Tag 1 einrichten
  • 60/40-Content-Mix aufsetzen und erste Beiträge veröffentlichen
  • Wochenroutine von 3 × 10 Minuten Interaktion pro Person etablieren
  • 30-Tage-Ziel definieren: 20 % mehr LinkedIn-Traffic oder 2–3 qualifizierte Anfragen
  • KPIs in Woche 4 auswerten und Skalierungsentscheidung vorbereiten

Wir begleiten B2B-Teams im DACH-Raum vom Pilotstart bis zur skalierten Pipeline. Buchen Sie jetzt Ihre kostenlose Erstberatung mit CegTec – und erfahren Sie, wie LinkedIn Employee Advocacy Ihre B2B-Leadgenerierung in 30 Tagen messbar voranbringt.

FAQ

Wie kann ich konkret messen, welchen Beitrag LinkedIn Employee Advocacy zur Sales-Pipeline leistet?

Setzen Sie UTM-Parameter für alle Links aus Mitarbeiterprofilen und taggen Sie eingehenden Traffic sowie Conversions direkt im CRM. Die vier Kern-KPIs — Beteiligungsquote, Engagement-Rate, LinkedIn-Traffic und qualifizierte Leads — sollten wöchentlich erfasst und mit konkreten Pipeline-Opportunities verknüpft werden. Realistische Startziele für die ersten drei Monate: 20 % mehr LinkedIn-Traffic oder fünf qualifizierte Anfragen pro Quartal.

Welche KI-Tools eignen sich für die Content-Automatisierung im Employee-Advocacy-Programm, ohne die Authentizität zu gefährden?

KI-gestützte Systeme erzeugen pro Content-Stück mehrere Caption-Varianten und Bild-Alternativen, sodass Mitarbeitende individuell auswählen — und damit echte Stimmenvielfalt entstehen lassen. Pflichtschritte bleiben menschliche Redaktionsfreigabe, Fact-Checking und ein KI-Content-Detektor vor Veröffentlichung. Identische Posts mehrerer Mitarbeitender schaden der Glaubwürdigkeit messbar und sollten technisch durch eine Varianten-Pflicht verhindert werden.

Was unterscheidet eine erfolgreiche LinkedIn-Employee-Advocacy-Strategie im DACH-Raum von US- oder UK-Ansätzen?

DACH-Käufer erwarten substanzielle, deutschsprachige Fachbeiträge statt direkter Werbebotschaften — und honorieren das: Deutschsprachige Inhalte generieren laut Praxisdaten 40–60 % mehr qualifizierte Pipeline pro investiertem Euro als englischsprachige Pendants. Vertrauensaufbau verläuft langsamer; eine Geschäftskonversation ist realistisch erst nach drei bis vier Wochen konsistenter Interaktion. Tonfall und Substanz sind im DACH-Kontext wichtiger als Posting-Frequenz.

Braucht ein kleines B2B-Team im DACH-Raum eine spezialisierte Employee-Advocacy-Software?

Für Teams unter 20 Personen reicht in der Regel ein bestehender Kommunikationskanal wie Slack (Slack Technologies, Messaging-Plattform) oder Microsoft Teams mit wöchentlichem Content-Vorschlag und editierbaren Vorlagen aus. Spezialisierte Plattformen wie Haiilo (Hamburg) oder DSMN8 (Employee-Advocacy-Software, London) rechnen sich ab größeren Teams oder wenn CRM-Integration und granulares Attribution-Analytics benötigt werden. Der entscheidende Engpass ist fast nie das Tool, sondern die redaktionelle Routine dahinter.

Wie motiviert man Mitarbeitende dauerhaft zur freiwilligen Teilnahme am Employee-Advocacy-Programm?

Der stärkste Hebel ist der persönliche Karrierenutzen: DSMN8 berichtet, dass 86 % der aktiven Advocacy-Teilnehmenden einen positiven Effekt auf ihre berufliche Sichtbarkeit verzeichnen. Halten Sie den Zeitaufwand realistisch klein — drei Mal pro Woche je zehn Minuten — und setzen Sie Freiwilligkeit als kulturelles Fundament, nicht als Pflichtprogramm. Starten Sie mit einem Pilot aus enthusiastischen Early Adopters und machen Sie deren Ergebnisse intern sichtbar, bevor Sie das Programm ausweiten.