Outbound Sales as a Service: Anbieter, Modelle und Kosten im Vergleich 2026
Outbound Sales as a Service 2026: Was das Modell vom SDR-Hire und der klassischen Kaltakquise-Agentur unterscheidet, welche Anbieter es im DACH-Raum gibt und was es wirklich kostet — mit Vergleichstabellen und Vertrags-Checkliste.
Was Outbound Sales as a Service ist — und was nicht
Outbound Sales as a Service heißt: Ein externer Anbieter betreibt Ihren proaktiven Vertriebsprozess als laufende Dienstleistung — von der Zielkunden-Recherche über die Ansprache (E-Mail, LinkedIn, Telefon) bis zur Terminbuchung in Ihrem Kalender. Sie kaufen keinen Lead von der Stange, sondern einen funktionierenden Prozess inklusive Infrastruktur, Daten und kontinuierlicher Optimierung.
Die Abgrenzung zu zwei verwandten Modellen ist wichtig:
- vs. SDR-Hire: Statt einen eigenen SDR einzustellen (Recruiting, Ramp-up, Management, Kündigungsrisiko), mieten Sie Kapazität und Prozess. Der Service ist schneller produktiv und kündbar — dafür bleibt das Wissen teilweise extern.
- vs. klassische Kaltakquise-Agentur: Die klassische Call-Center-Agentur verkauft Telefonie-Volumen nach Stunden oder Stück. Sales as a Service umfasst den ganzen Prozess: ICP-Schärfung, Listenbau, Multi-Channel-Sequenzen, Reply-Handling und Pipeline-Reporting.
Transparenz: Dieser Vergleich wurde von CegTec erstellt. Alle Angaben zu anderen Anbietern stammen aus deren öffentlichen Websites und Verzeichnissen (Stand: Juni 2026).
Die 4 Beschaffungsmodelle im Vergleich
Bevor Sie Anbieter vergleichen, klären Sie das Modell. Vier realistische Optionen:
| Modell | Kosten (typisch) | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|---|
| Inhouse SDR | 60.000-90.000 €/Jahr Vollkosten (5.000-7.500 €/Monat) | Volle Kontrolle, Wissen bleibt im Haus | 3-6 Monate Ramp-up, Management-Aufwand, Ausfallrisiko |
| Offshore SDR-Service | ca. 1.500-3.500 €/SDR/Monat | Günstig pro Kopf | Sprach- und Kulturbarriere im DACH-Markt, Qualitätsstreuung, DSGVO-Fragen |
| DACH-Agentur (onshore SDR-as-a-Service) | 4.500-9.500 €/SDR/Monat (laut Verzeichnissen), meist Hybrid Retainer + SQL-Bonus | Muttersprachliche SDRs, Telefon-fähig, Markt-Know-how | Höchster Preis pro Kontakt, skaliert nur über Headcount |
| AI-System mit Human-in-the-Loop | ca. 2.000-7.000 €/Monat (z. B. Close One done 1.990-6.990 €, CegTec ab 2.500 €) | Skaliert über Software statt Köpfe, niedrigere Kosten pro Kontakt, konsistente Qualität | Telefon nur eingeschränkt, braucht klaren ICP, Anbieter-Qualität variiert |
Das verbreitetste Preismodell im DACH-Markt ist laut Verzeichnissen der Hybrid aus Basis-Retainer plus Bonus pro qualifiziertem Termin (SQL) — es verteilt das Risiko zwischen Anbieter und Kunde.
Anbieter-Vergleich: Wer bietet Outbound Sales as a Service im DACH-Raum?
Die folgenden vier Anbieter decken den Outbound-Prozess als Service ab — mit unterschiedlichen Schwerpunkten:
| Anbieter | Standort | Ansatz | Kanäle | Preis | Für wen |
|---|---|---|---|---|---|
| CegTec | Hamburg, DE | AI-Agenten + menschliche Freigabe (Human-in-the-Loop) auf eigener Plattform GTM Goat; DSGVO-konform, Daten aus öffentlichen Quellen | E-Mail, LinkedIn, WhatsApp | ab 2.500 €/Monat; kostenloses Erstgespräch + 4-Wochen-Pilot | B2B DACH Mittelstand & Scale-ups |
| Close One | Schmallenberg, DE | AI Sales Infrastructure: managed Outbound (done) + SaaS scout (6 AI-Agenten) + deutsche AI-Voice-Agents | E-Mail, AI-Voice | done: 1.990-6.990 €/Monat; scout: free + 99 €/Monat | DACH B2B-Dienstleister 11-100+ MA (IT, Consulting, Recruiting, SaaS, Agenturen) |
| SalesPlaybook | Schlieren/Zürich, CH | Revenue Enablement & HubSpot CRM Agency; Pipeline Generation via LinkedIn GTM und AI-Outbound (Clay), plus Coaching und Fractional Sales Leadership | LinkedIn, E-Mail (Clay-basiert) | 5-stellig pro Quartal (publizierte Größenordnung) | 7-8-stellige B2B-Software/SaaS |
| SingularitySales | Berlin, DE | Sales as a Service im engsten Sinn: Full-Cycle-Outsourcing mit dedizierten SDR/Inside-Sales-Teams, plus GTM-Beratung und Trainings (Challenger, MEDDIC) | Telefon, E-Mail, LinkedIn | auf Anfrage | SaaS/MRR-Modelle, Startup bis Enterprise, EMEA mit DACH-Kern |
Faire Einordnung: SingularitySales ist der klassischste Sales-as-a-Service-Anbieter im Feld — dedizierte menschliche SDR-Teams inklusive Telefon, nach eigenen Angaben mit 250+ B2B-Projekten und 70+ Sales-Experten im Einsatz. SalesPlaybook positioniert sich primär als Revenue-Enablement- und HubSpot-Agentur; Pipeline Generation ist ein Baustein, kein Kerngeschäft im SDR-Outsourcing-Sinn. Close One und CegTec stehen für die AI-gestützte Variante: Software-Agenten übernehmen Recherche und Ansprache, der Mensch bleibt in der Kontrolle — bei Close One ergänzt um deutsche AI-Voice-Agents, bei CegTec mit konsequentem Human-in-the-Loop vor jedem Versand. Den vollständigen Marktüberblick inklusive inbound-geführter Anbieter finden Sie im Vergleich der Top Outbound-Agenturen im DACH-Raum.
Die Kostenrechnung: SDR-Hire vs. Service
Der häufigste Denkfehler beim Vergleich: Inhouse-SDR-Gehalt gegen Service-Retainer stellen. Die echten Inhouse-Vollkosten sehen so aus:
| Kostenblock (Inhouse SDR, DACH) | pro Jahr |
|---|---|
| Gehalt (Fixum + variabel) | 45.000-65.000 € |
| Lohnnebenkosten (~20 %) | 9.000-13.000 € |
| Tools (Sequencer, Daten, LinkedIn Sales Nav, Dialer) | 3.000-6.000 € |
| Recruiting (anteilig) und Onboarding | 3.000-6.000 € |
| Summe Vollkosten | 60.000-90.000 €/Jahr |
Dazu kommen nicht bezifferbare Posten: 3-6 Monate Ramp-up bis zur vollen Produktivität, Management-Zeit des Sales-Leads und das Risiko, bei einer Kündigung wieder bei null anzufangen.
Dagegen die Service-Seite: Eine onshore DACH-Agentur liegt bei 4.500-9.500 €/SDR/Monat (54.000-114.000 €/Jahr) — auf dem Papier ähnlich teuer, aber ohne Ramp-up-Risiko, sofort produktiv und kündbar. AI-gestützte Systeme liegen mit 2.000-7.000 €/Monat (24.000-84.000 €/Jahr) meist darunter, weil sie über Software statt über Köpfe skalieren.
Die entscheidende Kennzahl ist aber keine davon, sondern: Kosten pro SQL. Ein Beispiel aus der Praxis: In der veröffentlichten CegTec-Case-Study (ProSeller AG) entstanden aus 2.777 Kontakten bei 28,7 % Reply Rate 41 SQLs in 6 Monaten. Rechnen Sie jedes Angebot auf erwartbare SQLs pro Monat herunter und vergleichen Sie auf dieser Ebene — nicht auf dem Monatspreis.
Worauf im Vertrag achten
- Laufzeit und Exit: Bevorzugen Sie Anbieter mit Pilotphase (z. B. 4 Wochen bei CegTec) statt 12-Monats-Mindestlaufzeit. Kündigungsfrist maximal 1-3 Monate.
- Eigentum an Assets: Wem gehören Sending-Domains, Lead-Listen, Sequenzen und CRM-Daten nach Vertragsende? Ohne klare Regelung verlieren Sie beim Exit den gesamten Aufbau.
- SQL-Definition schriftlich: Was zählt als qualifizierter Termin — Budget, Authority, Need, Timing? Ohne fixierte Definition wird jeder Hybrid-Bonus zum Streitfall.
- DSGVO und Datenherkunft: AV-Vertrag, dokumentierte Datenquellen (öffentliche Quellen statt gekaufter Graulisten), funktionierender Opt-out-Prozess, Serverstandort.
- Reporting-Zugriff: Echtzeit-Einblick in Kampagnen, Reply Rates und Pipeline statt monatlicher PDF-Zusammenfassung. Wer die Daten nicht zeigt, hat meist einen Grund.
- Exklusivität und Kapazität: Arbeitet der Anbieter parallel für direkte Wettbewerber? Wie viele Kunden betreut ein Team/System gleichzeitig?
Fazit
Outbound Sales as a Service ist 2026 kein einheitliches Produkt, sondern ein Spektrum: vom dedizierten SDR-Team (SingularitySales) über Enablement-geführte Modelle (SalesPlaybook) bis zu AI-Systemen mit menschlicher Freigabe (Close One, CegTec). Die Modellwahl kommt vor der Anbieterwahl: Telefonzentrierte Zielgruppen brauchen menschliche SDRs, digital erreichbare ICPs fahren mit AI-gestützten Systemen meist kosteneffizienter. Vergleichen Sie auf Ebene der Kosten pro SQL, bestehen Sie auf einer Pilotphase und regeln Sie das Asset-Eigentum vor der Unterschrift.
Wenn Sie durchrechnen wollen, was AI-gestütztes Outbound mit Human-in-the-Loop für Ihre Pipeline bedeutet: kostenloses Erstgespräch buchen — die Plattform dahinter ist GTM Goat.
Häufige Fragen
Was ist Outbound Sales as a Service?
Outbound Sales as a Service bedeutet: Ein externer Anbieter übernimmt den proaktiven Vertriebsprozess — Zielkunden-Recherche, Ansprache über E-Mail, LinkedIn oder Telefon, Follow-ups und Terminbuchung — als laufende Dienstleistung gegen Retainer. Anders als beim Pay-per-Lead-Modell kaufen Sie keinen fertigen Lead, sondern einen funktionierenden Outbound-Prozess inklusive Infrastruktur, Daten und Optimierung.
Was kostet Outbound Sales as a Service im DACH-Raum?
Laut Anbieter-Verzeichnissen liegen onshore DACH SDR-as-a-Service-Retainer typisch bei 4.500-9.500 €/SDR/Monat; das verbreitetste Modell ist ein Hybrid aus Retainer plus SQL-Bonus. AI-gestützte Systeme starten darunter: Close One done ab 1.990 €/Monat, CegTec ab 2.500 €/Monat. SalesPlaybook publiziert eine Größenordnung von 5-stellig pro Quartal, SingularitySales nennt Preise auf Anfrage. Zum Vergleich: Ein eigener SDR kostet vollumfänglich 60.000-90.000 €/Jahr.
Outbound Sales as a Service oder eigener SDR — was rechnet sich?
Ein Inhouse-SDR kostet mit Gehalt, Lohnnebenkosten, Tools, Daten und Management realistisch 60.000-90.000 €/Jahr (5.000-7.500 €/Monat) — plus 3-6 Monate Ramp-up und Ausfallrisiko bei Kündigung. Ein Service ab 2.500-9.500 €/Monat ist sofort produktiv und kündbar. Inhouse lohnt sich, wenn Outbound dauerhaft Kernprozess werden soll und Sales-Management-Kapazität existiert. Der Service lohnt sich für Start, Markttests und wenn kein SDR-Management vorhanden ist.
Worin unterscheidet sich ein AI-Outbound-System von einer klassischen SDR-Agentur?
Eine klassische SDR-Agentur skaliert über Menschen: dedizierte SDRs telefonieren und schreiben, der Preis skaliert pro Kopf (typisch 4.500-9.500 €/SDR/Monat onshore). Ein AI-System mit Human-in-the-Loop skaliert über Software: AI-Agenten übernehmen Recherche, Personalisierung und Sequenzen, ein Mensch gibt Nachrichten und Antworten frei. Das senkt die Kosten pro Kontakt deutlich, ersetzt aber kein Telefongespräch — wer telefonzentrierte Zielgruppen hat, braucht weiterhin menschliche SDRs oder ein Hybridmodell.
Worauf muss ich im Vertrag mit einem Outbound-Anbieter achten?
Fünf Punkte: (1) Laufzeit und Exit — Pilotphase statt 12-Monats-Bindung, klare Kündigungsfristen. (2) Eigentum an Assets — wem gehören Domains, Listen, Sequenzen und CRM-Daten nach Vertragsende? (3) SQL-Definition — was zählt als qualifizierter Termin, schriftlich fixiert. (4) DSGVO — Datenherkunft, AV-Vertrag, Opt-out-Prozess. (5) Reporting — Echtzeit-Zugriff auf Kampagnendaten statt monatlicher PDF-Reports.