Sequenzen
Was der Lead über Zeit erlebt — Schritte, Wartezeiten, Kanalwechsel und die Limits, die Ihr Absender-Konto schützen.
Eine Sequenz ist der Kontaktplan eines Leads über Zeit: welche Nachricht, auf welchem Kanal, nach welcher Wartezeit. Sie ist das dritte der drei Kern-Substantive:
Tabelle = pro Zeile · Sequenz = pro Lead über Zeit · Workflow = pro Ereignis.
Was ein Schritt trägt
Jeder Schritt hat einen Typ, einen Text und eine Wartezeit:
| Typ | Kanal | Was passiert |
|---|---|---|
connection_request | Vernetzungsanfrage, optional mit Notiz | |
message | LinkedIn, WhatsApp | Direktnachricht — setzt eine bestehende Verbindung voraus |
email | Versand über das hinterlegte Versandkonto |
Die Wartezeit zählt ab dem Versand des vorherigen Schritts, nicht ab dem Einbuchen. Ein Plan mit 0 / 3 / 5 Tagen erstreckt sich also über acht Tage. Dazu kommt eine zufällige Streuung von bis zu drei Minuten, damit der Versand nicht wie ein Uhrwerk aussieht.
Im Text stehen Platzhalter wie {{firstName}} oder {{city}} — gefüllt wird pro Lead beim Versand.
Zeichen-Limits, die LinkedIn hart durchsetzt
- Vernetzungs-Notiz: 200 Zeichen. Gilt für kostenlose und Sales-Navigator-Konten. Längere Notizen lehnt LinkedIn beim Versand ab — die Plattform prüft das schon beim Einbuchen, damit es nicht erst live auffällt.
- Direktnachricht: 8.000 Zeichen technisch. Praktisch tragen kurze Nachrichten deutlich besser.
Ohne Notiz vernetzen: Notiz-Feld leer lassen. Das ist nötig, wenn das Konto keinen Sales Navigator hat — eine Notiz braucht dort Premium, sonst schlägt der Versand fehl.
Der Zustand entscheidet, ob etwas rausgeht
draft → approved → active → completed. Nur active sendet.
Die häufigste Ursache für „es passiert nichts” ist genau hier: eine Sequenz steht noch auf draft, oder sie ist aktiv, hat aber null Schritte. Beides sieht von außen aus wie eine laufende Kampagne.
Limits schützen Ihr Konto, nicht das System
Der eigentliche Deckel ist das Wochen-Limit für Vernetzungsanfragen — standardmäßig 80 pro Konto. Dazu kommen ein Tages-Limit, eine Verteilung über Stunden, eine Warmup-Kurve für neue Konten und ein Deckel für offene, unbeantwortete Anfragen.
Praktische Folge: Mehr Volumen entsteht über mehr Absender-Konten — das skaliert linear und bleibt sicher — nicht über höhere Limits. Ein stillgelegtes Zweitkonto halbiert Ihren Durchsatz, ohne eine Fehlermeldung zu erzeugen.
Verzweigen und Kanal wechseln
Pro Sequenz zuschaltbar: statt einer festen Liste ein Graph. Damit hängen Schritte an Bedingungen und ein Lead kann den Kanal wechseln — etwa von LinkedIn auf WhatsApp, wenn die Vernetzung angenommen wurde, aber keine Antwort kommt. Der lineare Modus bleibt der Standard; der Graph ist die Ausnahme für Fälle, die ihn wirklich brauchen.
Einbuchen, Antworten, Ergebnis
Eingebucht wird aus einer Tabelle: die abschließende Einbuchen-Spalte übergibt die fertige Zeile an eine Sequenz. Das ist der einzige Übergang von der Mengenarbeit in den Kontaktplan.
Antwortet ein Lead, pausiert seine Sequenz — das System redet nicht weiter, während ein Mensch antwortet. Die Antwort landet im Feed, und eine positive Antwort wird zum Deal.
Kennzahlen
Pro Sequenz: versendet, geöffnet, geantwortet, positiv geantwortet. Varianten mit Gewichten erlauben A/B-Tests innerhalb derselben Sequenz — die Kennzahlen bleiben pro Variante getrennt.
Jeder Versand hinterlässt einen Run.