Feed
Die Tagesprioritäten-Ansicht für Ihr Vertriebsteam — eine Arbeitsliste aus Karten, keine Benachrichtigungsspalte.
Der Feed ist die Tagesprioritäten-Ansicht für Ihre Vertriebsmitarbeiter: die eine Liste, die beantwortet, was heute zu tun ist. Kein Posteingang, den man leerräumt — eine Arbeitsliste, die das System aus allem zusammenstellt, was im Workspace passiert ist. Jede Karte trägt eine Entscheidung oder eine Handlung; ist sie erledigt, verschwindet sie.
Das ist die Stelle, an der sich der Produktzweck einlöst: mehr Umsatz mit weniger Leuten, weil niemand mehr sucht, wo seine Aufmerksamkeit hingehört.
Die vier Bahnen
Jede Karte fällt in genau eine von vier Bahnen, in dieser Reihenfolge:
| Bahn | Was darin liegt |
|---|---|
| Anrufen | Anruf-Hinweise, wenn ein Signal den direkten Kontakt nahelegt |
| Antworten | eingegangene Antworten samt Entwurf, fällige Nachfass-Nachrichten, Eskalationen |
| Nachfassen | liegengebliebene Threads, Nurture-Fälle, gebuchte Termine, Termin-Vorbereitung, manuelle Aufgaben |
| Freigeben | Qualifizierungs- und Antwort-Reviews, Zustellbarkeits-Warnungen, neue Learnings, Workflow-Meldungen |
Innerhalb einer Bahn sortiert die Priorität (1–10), bei Gleichstand das Alter — die dringlichste Karte steht oben. Eine Antwort landet damit nicht in einer Inbox, die getrennt vom Rest lebt: sie steht neben dem Termin, der gestern gebucht wurde, und neben der Freigabe, die noch aussteht.
Woher die Karten kommen
Aus dem laufenden Betrieb, nicht aus einer separaten Aufgabenverwaltung. Rund zwanzig Produzenten schreiben in dieselbe Kartenliste:
- Eingehende Antworten aus den Kanal-Webhooks (E-Mail, LinkedIn, WhatsApp) — mit Thread und Entwurf an der Karte
- Proaktive Routinen — Nachfass-Alarme, Nurture, Termin-Vorbereitung, Zustellbarkeits-Warnungen, Sequenz-Stillstand
- Die Optimierung — Vorschläge aus der Lernschleife, Learnings zur Freigabe
- Ihre eigenen Automatisierungen — ein Workflow postet mit einem
feed_notify-Schritt eine Karte, ein Agent über das Werkzeugcreate_feed_action
Der Weg für „sag mir hier Bescheid, wenn X passiert” ist damit ein Schritt, kein Sonderfall.
Kartentypen sind Daten, nicht Programmcode
Der Feed ist nicht auf die eingebauten Kartentypen festgelegt. Jeder Typ ist ein Eintrag in einer Registry — global ausgeliefert oder pro Workspace ergänzt — und jede einzelne Karte darf ihn überschreiben:
- Darstellung (
card_config) — Beschriftung, Symbol, Farbe, Text des Hauptknopfs - Ausführung (
execution_config) — welches MCP-Werkzeug beim Klick auf „Ausführen” läuft, mit Argumenten aus Lead, Karte und Entwurf
Damit gilt für den Feed dieselbe Zusage wie für den Rest des Baukastens: die Plattform liefert die Bahnen, die Sortierung und die Tore — der Agent richtet die Karten auf den Betrieb des jeweiligen Workspace aus, ohne dass dafür Plattformcode entsteht.
Zustand und Historie
Jede Karte durchläuft ausstehend → ausgeführt, übersprungen, automatisch erledigt oder fehlgeschlagen. „Offen” ist die Standardansicht, „Erledigt” und „Alle” sind Historie. Rein informative Vorgänge erscheinen gar nicht als Karte, sondern rollen in die Zeile automatisch erledigt am Fuß der Liste — der Feed bleibt eine Arbeitsliste, kein Protokoll.
Überspringen ist kein Wegklicken: bei einem Optimierungs-Vorschlag wird die zugrundeliegende Entscheidung abgelehnt und zurückgeschrieben, das negative Signal geht zurück in die Lernschleife.
„Meine” oder „alle”
Der Feed lässt sich auf den eigenen Verantwortungsbereich einschränken. „Meine” zeigt, was zu den Playbooks und Absendern des angemeldeten Nutzers gehört; „alle” zeigt den ganzen Workspace. Workspace-weite Karten, die keinem Playbook gehören — etwa ein Learning zur Freigabe — bleiben in beiden Ansichten sichtbar, damit sie niemandem durchrutschen.
Dazu filtern Sie nach Playbook (mehrfach), nach Absender und nach Status, plus Freitextsuche über Lead, Firma, Begründung und Entwurf.
Einzelne Spuren sind pro Workspace zuschaltbar — etwa Anruf-Hinweise oder die Wissens-Freigabe. Ist eine Spur aus, ist sie vollständig unsichtbar, statt als leere Rubrik herumzustehen.
Der Grundsatz: nichts pausiert stillschweigend
Erkennt das System ein Problem — schlechte Zustellbarkeit, ein getrenntes Konto, ein Text der nicht wirkt —, hält es nicht selbst an. Es legt einen Vorschlag in den Feed und Sie entscheiden. Das ist bewusst so: ein stiller Automatik-Stopp ist von außen nicht von „läuft normal” zu unterscheiden, und genau daraus entstehen die Ausfälle, die niemand bemerkt. Umgekehrt gilt dieselbe Regel: alles, was live und extern wirkt, kommt vorher als Freigabe durch den Feed.
Vorschläge müssen belegt sein. Karten aus der Optimierung erscheinen nur mit den Vergleichsdaten, auf denen sie beruhen. Ein pauschales „Playbook verfeinern” ohne Datengrundlage wird ausgeblendet statt angezeigt.
Die Tore gelten auch hier
Eine Antwort wird im Feed bearbeitet, nicht nur angezeigt: Entwurf prüfen, anpassen, senden — oder ablehnen und eskalieren. Der Thread hängt an der Karte, damit niemand für eine Einschätzung das Werkzeug wechseln muss.
Der Sendeknopf ist dabei kein Sonderweg. Jeder Versand aus dem Feed läuft durch dieselben Tore wie jeder andere: Abmeldung und Blacklist werden vorher geprüft, und die Prüfung schlägt fehl statt durchzuwinken, wenn der Lead nicht sicher geladen werden kann. Abmeldungen, Bounces, Abwesenheiten und klar negative Antworten erzeugen erst gar keine Karte.
Eine Karte kann außerdem die laufende Bearbeitung eines Leads über alle Kanäle gleichzeitig anhalten — E-Mail, LinkedIn und WhatsApp, auf Wunsch mit Abschiedsnachricht zur Freigabe.
Was der Feed nicht ist
Kein Ersatz für die Detailansicht: Struktur ändern, eine Kampagne umbauen oder eine Tabelle laufen lassen passiert in der Web-App oder über Command. Der Feed bündelt die Entscheidungen, die heute anstehen — nicht die Arbeit, die man dafür plant.